kalender   -  tips   -  oper   -  theater   -  willkommen - folder

Willkommen im Zentralkartenbüro!

michael mittermeier
mittermeier
Do 16. Dez.'10
Graz
er Stadthalle

volbeat
volbeat
Sa 6. Nov.'10
Graz
er Stadthalle

st. margarethen
st. margarethen
Sommer 2010


lukas resetarits
lukas resetarits
Do. 23. Sept. '10
Orpheum


andreas vitasek
andreas vitasek
Do. 23. Sept. '10
Orpheum


harri stoika
harri stojka
Do. 23. Sept. '10
Weiz, Europasaal

zz top
zz top
Do. 14. Okt. '10
Graz
er Stadthalle


mmartin landau
michael landau
Sa 2. Nov.'10
Generalmusikdirektion


jochen distelmeyer
distelmeyer
Sa 18. Okt.'10
p.p.c.


volbeat
volbeat
Sa 6. Nov.'10
Graz
er Stadthalle

thomas stipsits
thomas stipsits
Mi 17. Nov.'10
Orpheum


josef hader
josef hader
Sa 20. Nov.'10
Orpheum


michael mittermeier
mittermeier
Do 16. Dez.'10
Graz
er Stadthalle

roland düringer
roland düringer
Di 1. März '11
Orpheum


abba mania
abba mania
Fr 11. März '11
Graz
er Stadthalle

alfred dorfer
alfred dorfer
Sa 2. Apr.'11
Orpheum


gernot & niavarani
alfred dorfer
So 3.+Mo 4.+Di 5.4.'11
Orpheum

schauspielhaus
saison 2009 - 2010
oper
musical-operette
schauspielhaus
probebühne
next liberty

die nibelungen
# antigone # nix wie weg! # poetics: a ballet brut # das käthchen von
heilbronn
# ohne grund nicht denken # der zerissene # erzählungen aus der griechischen mythologie
baumeister solness
# arsen und spitzenhäubchen # wer hat angst vor virginia woolf? # könig lear
prinzessin eisenherz
# radetzkymarsch # die stunde da wir nichts voneinander wussten
 
peepshow
 

Mi, 13. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:25
Do, 21. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:25

von Marie Brassard
Probebühne 20:00 bis ca. 21:25

„Die Kabine einer Peepshow erlaubt es den Kunden, durch ein kleines Fenster hindurch, eine Szene in einem benachbarten Raum zu betrachten. Die lediglich partielle Sicht reizt dabei die Vorstellungskraft und befeuert die Fantasie. Würde man ein Foto von diesem Fenster machen, so erhielte man das flache, quadratische Bild eines winzigen Ausschnitts der Realität; einen Bruchteil jenes Stoffes, aus dem das Leben gemacht ist.“
Marie Brassard

Rotkäppchen geht in den Wald um seine kranke Grossmutter zu besuchen. Ein Teenager geniesst es von einem Fremden verfolgt zu werden. Ein kleines Mädchen weiss nicht, ob ihr Freund sie wirklich mag, oder nur wegen ihres süßen Hundebabys besucht. Ein Mann sinniert über verschiedenste Trennungsszenarien, ein anderer ist wütend über das bittere Ende einer Affäre. Ein Mädchen will nicht an Monster glauben. Eine Frau trifft zufällig ihren Ex-Geliebten und glaubt plötzlich an wahre Liebe. Ein Schulkind vermutet einen tieferen Sinn hinter den Fragen seiner Lehrerin. Ein Monster philosophiert unter der Erde. Rotkäppchen legt sich nackt zu ihrer wölfischen ’Großmutter’.

Marie Brassards Peepshow gewährt kurze Einblicke in den Kreislauf von Verlieben und Verlassen, den menschlichen Hunger nach neuen Erfahrungen, die Grauzone des Begehrens und Suche nach Nähe oder was davon übrig bleibt. Wie Mosaiksteine formieren sich 19 fragmentarische Geschichten über Versuchungen, Verirrungen, Enttäuschungen und Selbsttäuschungen zu einem Kaleidoskop menschlichen Verlangens. Ambivalente Momentaufnahmen von schlichter Poesie, mal schmerzhaft, mal witzig, mal befremdend - in einer packenden Mischung aus Alltag, Märchen und Fantasie.

Zum Raum-Klangkonzept

Sechs Lautsprecher die hinter und um das Publikum herum installiert werden, sorgen für die akustische Erweiterung des Bühnenbildes. Klänge werden im Raum ‚anordbar’. Gerriet K. Sharma bettet live die Stimme von Martina Stilp in eine Klangumgebung aus elektronischen Kompositionen, die teilweise aus der Sprachstimme und den Stimmlauten der Schauspielerin entwickelt wurden. Die Klänge orientieren sich thematisch am Text.


Besetzung:
Regie: Anna-Sophie Mahler
Bühne und Kostüme: Sophie Krayer
Musik: Gerriet K. Sharma
Dramaturgie: Regula Schröter

mit: Martina Stilp, Gerriet K. Sharma


 
 
leonce und lena
 

So, 24. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:30
So, 31. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:30

von Georg Büchner
Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

Die Produktion LEONCE UND LENA wird Ende Oktober 2010 wiederaufgenommen. Termine und Tickets ab Anfang Juni an den Theaterkassen sowie unter www.schauspielhaus-graz.com - in der Rubrik Spielplan.

Bereits gekaufte Karten für den 17. Mai und 13. Juni müssen an der Theaterkasse retourniert werden.

Leonce: „O wer sich einmal auf den Kopf sehen könnte!“

Die Königskinder Leonce und Lena wurden miteinander verlobt, ohne sich zu kennen. Beide beschließen, der Hochzeit zu entfliehen. Leonce will mit dem arbeitsscheuen Bonvivant Valerio nach Italien gehen und dort als Faulpelz leben; Lena lässt sich von ihrer Gouvernante zur Flucht verleiten. Unterwegs begegnen sich die beiden – und verlieben sich in einander. In Unkenntnis der Identität des jeweils anderen erscheinen sie maskiert am Hofe von Leonces Vater und lassen sich dort verheiraten. Doch statt ihren Eltern einen Streich zu spielen, erfüllen sie so die Bestimmung, der sie hatten entgehen wollen. Gemäß dieser Determiniertheit treten sie auf der Hochzeitsfeier als „Automaten“ auf: „Nichts als Kunst und Mechanismus, nichts als Pappendeckel und Uhrfedern.“ König Peter verkündet nach der Hochzeit seinen Rücktritt, Leonce muss hinnehmen, dass nun er – wie es ihm vorherbestimmt war – Herrscher eines bis zur Stumpfsinnigkeit hörigen Volkes ist. Dennoch verkündet er zuletzt die Revolutionierung des Lebens, einen geradezu utopischen Zustand: „Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht …“

Georg Büchners Leonce und Lena ist zugleich märchenhaftes Lustspiel wie bitterböse Satire: über die politischen und sozialen Verhältnisse, über eine Langweile, die im Nichtstun besteht, über den Automatismus eines zum Ritual erstarrten Lebens.

Besetzung:
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Bühnenbild: Sabine Freude
Kostüme: Tanja Kramberger
Musik: Martina Eisenreich
Dramaturgie: Andreas Karlaganis

König Peter vom Reiche Popo: Markus Schneider
Prinz Leonce: Sebastian Reiß
Prinzessin Lena: Katharina Klar
Valerio: Claudius Körber
Rosetta; Die Gouvernante: Susanne Weber
Der Hofmeister: Jan Thümer


 
 
onkel wanja
 

Mo, 25. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:30

von Anton P. Tschechow
Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

Jahrelang haben sich Wanja und seine Nichte Sonja aufopferungsvoll um das Gut gekümmert, um mit den erwirtschafteten Erträgen Sonjas Vater, einen berühmten Professor, zu unterstützen. Als dieser sich das Leben in der Stadt nicht mehr leisten kann und mit seiner attraktiven zweiten Frau Jelena auf das Gut zieht, schlägt Wanjas Begeisterung für den Professor langsam in Verachtung um. Wanja muss erkennen, dass er die letzten 25 Jahre einem Irrtum gedient hat: Der Professor hat – anders als behauptet – von der Kunst, über die er ausschweifende akademische Abhandlungen schreibt, wenig Ahnung und stellt stattdessen umso großzügiger seine Eitelkeit und Despotie zur Schau. Er wettert unentwegt gegen die „dummen Menschen“ auf dem Land und führt Wanja ungeniert dessen eigenes unerfülltes Leben vor. Wanjas Hoffnung auf Jelena erfüllt sich nicht und so breitet sich bei ihm wie bei den anderen Bewohnern des Guts immer mehr das unerträgliche Gefühl der eigenen Leere und Trägheit aus: Jelena fühlt sich nur noch als Episode im Hause ihres Mannes. Sonja hat sich in den überarbeiteten Landarzt Astrow verliebt, der sich als Naturschützer engagiert und sich mehr für Jelena als für Sonja interessiert. Als es dem Professor schließlich auf dem Land nicht mehr behagt und er vorschlägt, das Gut zu verkaufen, um Aktien anzulegen, kommt es zur Katastrophe.
Anton Tschechows „Szenen aus dem Landleben in vier Akten“ erzählen von der Unmöglichkeit, die eigenen Gefühle und Sehnsüchte zu leben und auszudrücken. Tschechow hat wie kein anderer Dramatiker das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit nachgezeichnet. Seine Figuren sind traumwandlerische Existenzen, die vieles versuchen und doch nie ans Ziel kommen.
Ingo Berk (u. a. Radetzkymarsch und Die Glut) inszeniert das große Ensemblestück auf der Probebühne.

Besetzung:
Regie: Ingo Berk
Bühne und Kostüme: Magda Willi
Musik: Patrik Zeller
Dramaturgie: Regula Schröter

Alexander Wladimirowitsch Serebrjakow: Gerhard Balluch
Jelena Andrejewna: Sophie Hottinger
Sofja Alexandrowna (Sonja): Katharina Klar
Marija Wassiljewna Wojnizkaja: Gerti Pall
Iwan Petrowitsch Wojnizkij (Onkel Wanja): Franz Solar
Michail Lwowitsch Astrow: Florian Köhler
Ilja Iljitsch Telegin: Otto David


 
 
moby dick
 

So, 26. September 2010
20:00 bis ca. 21:30
Do, 30. September 2010

20:00 bis ca. 21:30
So, 03. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Fr, 08. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Do, 14. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Mo, 18. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30

nach dem Roman von Herman Melville
Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz

Des Lebens an Land überdrüssig, heuert Ismael auf dem erstbesten Walfängerschiff, der Pequod, an. Erst nach einigen Tagen auf See erfährt der junge Matrose, dass es sich um eine außergewöhnliche Fahrt handelt: Kapitän Ahab jagd Moby Dick, einen Pottwal von unglaublicher Größe und Wildheit, mit blindem Hass – bis es zum Kampf mit dem weißen Riesen kommt.

Herman Melvilles Roman hat unzählige Bearbeitungen erfahren – vom Kinderbuch bis zum Hollywoodfilm. Fünf Schauspielstudierende der Kunstuniversität Graz sind die Besatzung auf der Probebühne und reisen durch dieses Werk der Weltliteratur.

Besetzung:
Regie: Daniel Pfluger
Bühne und Kostüme: Flurin Borg Madsen
Dramaturgie: Regina Guhl


 
 
enzyklopädie des ungelebten lebens (UA)
 

Do, 07. Oktober 2010
20:00 bis ca. 21:30
Sa, 09. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Di, 12. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Fr, 22. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30
Do, 28. Oktober 2010

20:00 bis ca. 21:30

Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

Koproduktion mit dem steirischen herbst

All die Augenblicke, die wir hätten leben sollen, anders leben sollen – aber wie? Hatten wir tatsächlich eine Wahl, hätten wir handeln können, Situationen meistern oder mit einem Trick bewältigen? Der argentinische Regisseur Mariano Pensotti hat Autoren aus aller Welt um Einträge in seine Enzyklopädie des ungelebten Lebens gebeten und bringt sie auf der Bühne nun doch noch zum Leben: komisch, traurig, brutal, sanft, mysteriös und konkret; und jeder untermalt von seiner eigenen Hintergrundmelodie. Unser Leben, unsere Arbeit sind heute meist Aktivitäten ohne konkretes Produkt, wie der italienische Philosoph Paolo Virno analysiert. Virtuos müssen wir beide meistern. Enzyklopädie des ungelebten Lebens sammelt das, was virtuos gewesen wäre, die wahre, wertungsfreie Meisterschaft des Lebens: Ein Paar küsst sich zu Velvet Underground. Ein Mann mit tödlicher Krankheit sieht seine Freunde weinen – Gustav Mahler im Hintergrund. Eine Familie stirbt im Kugelhagel während Queens of the Stone Age spielt. Die Hand auf dem Schenkel eines unbekannten Nachbarn in der U-Bahn, eines Tages im September 2006, begleitet von Scott Walker. Alles wird wahr. Privates und Öffentliches, Glaube, Sex, Sport, Ruhm, Gewalt, Rache, Tod. Ordentlich katalogisiert von A bis Z.

Besetzung:
Regie: Mariano Alejo Pensotti
Bühne und Kostüme: Mariana Tirantte
Dramaturgie: Regula Schröter

mit: Rahul Chakraborty, Verena Lercher, Sophie Hottinger, Leon Ullrich, Claire Sobottke


 
 
der fall dorfrichter adam (UA)
 

Sa, 27. November 2010
20:00 bis ca. 21:30

Ein Beitrag zum Kleist-Jahr

Dorfrichter Adam ist nachts in Eves Haus geschlichen. Vom Verlobten des Mädchens überrascht, schwer verprügelt, aber unerkannt in die Flucht geschlagen, muss er anderen Tags sprachgewandt über seine eigene Untat Gerichtstag halten. Lügt er oder sagt er die Wahrheit? Mehrdeutig ist beides. Sprache dient dazu, sich zu verständigen, Sachverhalte aufzuklären oder diese zu verschleiern. Auch wenn die Wahrheit nicht in der Sprache selbst zu finden ist, wird diese als wichtiges Instrument zur Wahrheitssuche benutzt. Wie kaum ein anderer hat Heinrich von Kleist an der Bürde der Subjektivität von Sprache gelitten. Ihre unerträgliche Zweideutigkeit steht im Zentrum seiner Dichtung. Wirklichkeits- und Identitätskrisen dominieren sein schriftstellerisches Werk.

Boris Nikitin unternimmt mit einem Schauspieler – anhand von Kleist – eine Berufsbefragung: zum Verhältnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Fassade und Innerlichkeit.

 
 
werther
 

Sa, 15. Januar 2011
20:00 bis ca. 21:30

von Johann Wolfgang von Goethe
Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

1774 erschien vom jungen Johann Wolfgang Goethe ein Briefroman, der seine erfolgreichste Veröffentlichung bleiben sollte. Die Leiden des jungen Werthers wurde zum Schlüsseltext für Generationen junger Leute auf ihrem Weg ins Erwachsensein. Der literarische Prototyp einer Gebärde des Protests und der Selbstdarstellung schlechthin. „… ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt!“ Der junge Werther flieht vor dem Leben in der Stadt in die Einsamkeit und versucht in Briefen an seinen Freund Wilhelm, die Erfahrungen seiner überwältigenden inneren Bewegungen mitzuteilen. Statt sich an die bürgerlichen Verhältnisse anzupassen, gibt er sich schwärmerischen Gefühlen hin. Der Gedanke, mit einer Welt in Berührung zu kommen, die mit Einschränkungen seiner persönlichen Bedürfnisse in Verbindung steht, ist ihm fremd. Auf einem Ball lernt er Lotte, die Tochter eines Amtmanns, kennen und verliebt sich leidenschaftlich in sie, obwohl sie schon vergeben ist. Die Liebe, erst als besinnungsloser Glückstaumel empfunden, wird ihm zur Quelle des Unglücks. Ist das Maß seines Leidens überschritten, so schreibt er, verwandelt sich das Leid in eine „Krankheit zum Tode“.


 
 
die kaufleute von graz (UA)
 

Mi, 09. März 2011
20:00 bis ca. 21:30

Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof

„Unlängst, weil notwendig, gehe ich Schuhe kaufen. Zuerst gehe ich in ein ganzheitliches Schuhgeschäft. Während ich Schuhe suche, belausche ich neben mir einen Kunden, der sich einen ergonomischen Bürostuhl kaufen will und sagt: ‚Nein, ich brauch keine Lehne, wenn ich mich entspannen will, dann setz ich mich auf den Teppich!’ Im Hinblick auf die Entwicklung eines Theaterstücks nehme ich mir also vor: Ab jetzt andere Kunden belauschen! Jedenfalls probiere ich Schuhe, betrachte Sohlen, und immer wenn die Verkäuferin kommt, verstecke ich meine Socken unter dem Stuhl, weil sie nass sind. Im Hinblick auf die Entwicklung eines Theaterstücks nehme ich mir also vor: Ab jetzt weiter mich selbst beobachten! Dann gehe ich in ein großes Schuhgeschäft. Der Verkäufer lässt mich gewähren und bringt mir viele verschiedene Schuhe. Später denke ich, im Hinblick auf die Entwicklung eines Theaterstücks: Ab jetzt mit mehreren Verkäufern und Verkäuferinnen über ihre Kundenwahrnehmungen und Beobachtungen sprechen (und: Interviews mit Schuhverkäufern und Schuhverkäuferinnen als Untertitel in Erwägung ziehen, siehe oben). Ich gehe dann doch zurück ins ganzheitliche Geschäft, weil: kritischer Konsument. Für ein Theaterstück denke ich: Zusammenhänge aufspüren und einen guten Anfang suchen, vielleicht vor über 50 Jahren. Historisches plötzlich ausbrechen lassen, denke ich. Vor Ort weitersuchen, einen großen Bogen spannen. Dann gehe ich zurück auf die Straße.“

 
 
faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete
 

Sa, 30. April 2011
20:00 bis ca. 21:30

von Ewald Palmetshofer
Probebühne 20:00 bis ca. 21:30

von Ewald Palmetshofer

„Bring what you eat“ – ist das Motto für nachbarschaftliche Balkonpartys, die die Paare Ines/Paul, Tanja/Robert und Anne/Fritz feiern. Auch ER und SIE stoßen dazu, werden großzügig integriert und noch viel mehr: Die versammelte Runde zwingt sie ein bisschen zum gemeinsamen Glück. Denn dezenter Glücksaktivismus ist durchaus angebracht in diesen Zeiten und kann gelingen – wenn man den Rest der Welt kurz ausblendet und solange man den Fernseher nicht anmacht. Das Nachspiel vor dem Fernseher ist ein Bericht über Kindsmord – und hoppla: Heißen SIE und ER gar Heinrich und Grete? Mitessen und mitgegessen werden, oder was hält unsere heutige Welt im Innersten zusammen?

„faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete befragt, ausgehend von Motiven aus Goethes Klassiker, unsere gänzlich kapitalisierte Welt, in der das Glück, der schöne Augenblick, nur auf Kosten der globalen Mehrheit verweilt“, sagt Ewald Palmetshofer, die prägendste Stimme unter den jungen österreichischen Autoren und philosophisch-kritischer Befrager seiner Generation. „Ein ganz und gar eigenwilliger Sprachspieler, der nicht nur Himmel und Erde, sondern auch Logos und Logistik bewegt, um dem Alltäglichen beizukommen. Selbstverständlich geht es ihm dabei um Leben und Tod.“ (Christine Dössel, Jurybegründung für den Dramatikerpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie).

Besetzung:
Regie: Anna-Sophie Mahler

 

kalender   -  tips  -  oper  -  theater  -  willkommen  -
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wir senden Ihre Karten gerne per Nachnahme zu Ihnen nach Hause.
Tel.: 0316 / 830255
Wir haben
Mo-Fr 9:00-18:00, Sa. 9:00-12:00
für Sie geöffnet.