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mittermeier
Do 16. Dez.'10
Grazer Stadthalle

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Sa 6. Nov.'10
Grazer Stadthalle

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Sommer 2010

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Do. 23. Sept. '10
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Do. 23. Sept. '10
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alfred
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So 3.+Mo 4.+Di 5.4.'11
Orpheum
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Bernhard, Siegfried Unseld: der briefwechsel
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date
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die glut
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Di,
28. September 2010
19:30 bis ca. 22:00
Sa, 02. Oktober 2010
19:30 bis ca. 22:00 |
nach dem Roman
von Sándor Márai
Schauspielhaus
19:30 bis
ca. 22:00
„Die wichtigsten
Fragen beantwortet man letztlich immer mit seinem
ganzen Leben." Sándor Márai
In einem ungarischen Schloss
im kriegserschütterten Europa der 1940er Jahre erwartet
Henrik, ein General der k.u.k Armee im Ruhestand, die Ankunft
Konráds. Es ist die erste Begegnung des Freundespaars
seit mehr als vierzig Jahren. Nach einer seltsamen Begebenheit,
die sich während eines Jagdausflugs ereignete, verließ
Konrád damals über Nacht und ohne eine Nachricht
zu hinterlassen seine Heimat und floh in die Tropen. Nun sehen
sich die beiden Freunde als alte Männer wieder, um sich
ein erstes Mal mit den folgenschweren Geschehnissen aus ihrer
Vergangenheit zu konfrontieren. Henrik hofft, in dieser Nacht
die Antworten zu erhalten, auf die er seit Jahrzehnten wartet.
Sein Freund aber kontert mit Schweigen. Es kommt zu keiner Aussprache.
Stattdessen entwickelt sich aus dem nächtlichen Gespräch
eine wortreiche Suche Henriks nach den Fragen der Liebe, Schuld
und verratenen Freundschaft.
Sándor Márais
berühmtester Roman erschien bereits 1942, doch erst ein
halbes Jahrhundert später wurde er zum Welterfolg. Die
Bühnenadaption des britischen Dramatikers und Drehbuchautors
Christopher Hampton (Gefährliche Liebschaften) erlebte
seine Uraufführung 2006 in London. Im Rahmen der deutschsprachigen
Erstaufführung kehrt, erstmals seit mehr als vierzig Jahren,
Helmuth Lohner ans Schauspielhaus Graz zurück.
Besetzung:
Regie: Ingo Berk
Bühnenbild: Damian Hitz
Kostüme: Renata Balogh
Musik: Patrik Zeller
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Henrik: Helmuth Lohner
Konrad: Gerhard Balluch
Nini: Gerti Pall
Pressestimmen:
„Die Adaption von Sándor Márais Roman 'Die
Glut' im Schauspielhaus Graz gerät mit einem brillanten
Helmuth Lohner zu einem denkwürdigen Stück Theaterkunst.
[...] Diese scheinbar unverbrüchliche Freundschaft, die
durch Absichten, nicht Taten mit einem Mal auf Kimme und Korn
stand, nahm der Ungar Sándor Márai zum Explosivstoff
für seinen faszinierenden Roman. Der britische Oscar-Preisträger
Christopher Hampton hat daraus ein Drama geformt, das nun vor
seinen Augen am Grazer Schauspielhaus zur deutschsprachigen
Erstaufführung kam. Und als großer Theatersieg gelten
kann. Triumph vor allem für und durch Helmuth Lohner. Hacklerregelung
für ih, der den zweiten Teil des beeindruckenden Abends
quasi im Monolog stemmt. Aber noch mehr als die Textmasse ist
die Intensität, mit der er den pensionierten k.u.k.-General
Henrik gibt, der in einem bitteren Cocktail aus Aggression und
Resignation seinen Freund zur Rede stellt, ohne auf Widerrede
zu stoßen. Seelenqual oder Selbstanklage, Erstarrung oder
Furor in fast thomasberhardscher Manier - all das zaubert die
76-jährige Wiener Bühnenlegende mit Gesten, Blicken
und prägnanter Rauhfaserstimme quasi aus dem Schauspielärmel.
Karg aber imposant auch das Bühnenbild von Damian Hitz,
der das Jagdschloss in eine strene Isolationszelle transporitiert,
durch deren Gitterstäbe und Jalousien das Licht des Lebens
draußen nur noch dazu taugt, die Einsamkeit drinnen zu
schraffieren. Großer Jubel vom Premierenpublikum mit starker
Wiener-Beteiligung für einen denkwürdiges Stück,
vor allem für Helmuth Lohner, der 'Die Glut' anfacht zu
hohen Theaterflammen." [ Bewertung: 5 von 5 Sternen]
(Michael Tschida, Kleine Zeitung, 6. Dezember 2009)
„Helmuth Lohner freilich
ist eine glänzende Besetzung für diese Rolle. Die
quälende Frage nach dem Verrat wird bei ihm zum greifbaren,
ja körperlichen Unbehagen. Hier ist ein Meister seines
Faches am Werk, der es immer wieder schafft zu berühren.
[...] ihm zuzuschauen ist ein reines Vergnügen."
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 6. Dezember 2009)
„Grandios! [...]
wohl einer der größten Erfolge der Intendanz Anna
Badoras. Berks Regiekonzept ist genial minimalistisch, die Personenführung
vertraut vor allem auf die Präsenz der Akteure, vor allem
Helmuth Lohners, der mit jedem Wort, jeder Geste beweist, dass
er einer der ganz großen Darsteller deutscher Zunge ist.
Auch Gerhard Balluch als Konrád zeigt seine große
Klasse im knappen Dialog und im stummen Spiel. Gerti Pall als
weltweiser, unbedingt liebender Nini möchte man auf offener
Bühne die Hände küssen. Ganz großes Theater!"
(Dolf Stockhausen, Woche, 9. Dezember 2009)
„Am Ende langer Jubel
und stehende Ovationen im Grazer Schauspielhaus."
(Martin Behr, Salzburger Nachrichten, 7. Dezember 2009)
„Regisseur Ingo Berk
hat auf genaue Gesten und präzise Sprache gesetzt, und
das Konzept ging auf. Helmuth Lohner zeig in diesem Beinahe-Monolog
die ganze Bandbreite seines Könnens fernab von billiger
Effekthascherei. Er stellt die gequälte Seele dieses Mannes
in kleinen Blicken, in fast zufälligen Hanbbewegungen,
in der Körperhaltung zu Schau."
(Karin Zehetleitner, APA, 6. Dezember 2009)
„Das Stück beschwört
mit großer Geste die großen Themen des Lebens. Die
unaufdringliche, atmosphärische Musik Patrik Zellers untermalt
ein enigmatisches Kippbild für einen Schatten - Kristine,
die verstorbene Ehefrau. [...] Für Liebhaber zeitloser
Qualität:"
(Willi Hengstler, Korso, Dezember 2009)
„Regisseur Ingo Berk
setzt auf theatralische Reduktion und verlässt sich auf
die Aussagekraft der Bühne von Damian Hitz, auf Patrik
Zellers suggestive Musik und auf die Erfahrung der drei Schauspieler.
Darüber hinaus braucht er, um das Beziehungsgeflecht zu
interpretieren, nichts als drei Sessel, die mit symbolischer
Bedeutung aufgeladen werden. Mit jeder Handbewegung der Hand
und des Kopfes, mit jedem Ton stellt Helmuth Lohner in der Rolle
des Henrik hohe Darstellungskunst unter Beweist."
(Beate Frakele, Drehpunktkultur, 9. Dezember 2009) |
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gut gegen nordwind
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| Do,
30. September 2010
19:30 bis ca. 20:50
Sa, 09. Oktober 2010
19:30 bis ca. 20:50 |
Bühnenfassung
von Ulrike Zemme und Daniel Glattauer
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 20:50
Daniel
Glattauers hinreißender Liebesroman hat bekanntlich Suchtqualität.
Rund 220 Seiten, die nur aus hin und her geschickten Nachrichten
bestehen. Das Internet als Postillon d’Amour! Kann so
etwas funktionieren? Es kann, und wie! Und zwar auch im Theater,
für das der Autor selbst eine Fassung schrieb.
Ein falsch adressiertes
E-Mail stiftet den Auftakt für eine „Net-Beziehung“,
die allmählich außer Kontrolle gerät. Bei Leo
Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi
Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich
Emmi von ihm verbal angezogen fühlt, schreibt sie zurück.
Nach anfänglichem Geplänkel entwickelt sich echte
Kommunikation und in weiterer Folge eine immer intimere Freundschaft.
Es beginnt zu knistern in der Leitung. Und Leos E-Mails sind
gut gegen den Nordwind, der Emmi nicht schlafen lässt,
wenn er bläst. Die Versuchung eines persönlichen Treffens
steigt. Doch werden die gesandten, empfangenen und gespeicherten
Liebesgefühle einer Begegnung standhalten?
Besetzung:
Regie: Christian Schütz
Bühnenbild: Ulrike Müller
Kostüme: Tanja Kramberger
Emmi Rothner: Steffi Krautz
Leo Leike: Sebastian Reiß
Kritiken:
„Gemeinsam mit Ulrike
Zemme hat Glattauer den Stoff in aller sprachlichen Brillanz
für die Bühne adaptiert. Steffi Krautz und Franz Josef
Strohmeier spielen ihre Rollen in der vollen emotionalen Bandbreite
aus, die Bühne von Ulrike Müller bringt sympathische
Bewegung. Das Stück hat sehr viel Charme und Unterhaltungswert.“
(Kronen Zeitung, Christoph Hartner, 29. September 2009)
„Steffi Krautz, als
widerspenstige Emmi und Franz Josef Strohmeier – urkomisch
von desinteressiert bis liebestrunken – tasten sich über
Worte an. Im Nebeneinander. Das wirkt auch im gesprochenen Wort
und dank der E-Mails, die über den Beamer laufen. Ein Baukasten
mutiert vom Bett zur Badewanne, immerfort, immer weiter, treibt
die Handlung fort.“
(Kleine Zeitung, Julia Schafferhofer, 29. September 2009)
„Steffi Krautz und
Franz Josef Strohmeier erobern sich das virtuelle Paar mit viel
Witz und Liebe sehr schnell in der Inszenierung von Christian
Schütz. Es lohnt sich Krautz und Strohmeier in ihrem Spiel
mit Distanz, Nähe und Fantasie zu besuchen."
(Der Standard, Colette M. Schmidt, 29. September 2009)
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liliom
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Fr,
24. September 2010
19:30 bis ca. 22:15
Fr, 08. Oktober 2010
19:30 bis ca. 22:15 |
von
Ferenc Molnár
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 22:30
von Ferenc Molnár
Liliom, ein Mädchenschwarm
und großmäuliger Habenichts, gibt seine Stelle
als Karrussell-Ausrufer auf, um mit dem Dienstmädchen
Julie ein neues Leben zu beginnen. Voll unausgesprochener
Liebe im Herzen und aus Kummer über ihre finanzielle
Not, schlägt Liliom seine junge Frau. Als Julie ein Kind
erwartet, lässt er sich zu einem Raubüberfall überreden,
der aber misslingt. Liliom ersticht sich, um der Verhaftung
zu entgehen, und muss vor das himmlische Selbstmördergericht
treten. Doch er weigert sich trotzig, seine Liebe zu Julie
zu gestehen. Nach sechzehn Jahren im Fegefeuer erhält
er die Erlaubnis, für einen Tag auf die Erde zurückzukehren
und seine Läuterung zu beweisen. Er soll seiner Tochter
Luise etwas Gutes tun.
Molnárs „Vorstadtlegende
in 7 Bildern und einem szenischen Prolog“, ein Volksstück
und Märchen zugleich, wurde 1909 in Budapest uraufgeführt.
Seine Erfolgsgeschichte auf deutschsprachigen Bühnen
begann einige Jahre später im Theater in der Josefstadt.
Regie führt Viktor
Bodó, der mit seiner Alice-Inszenierung in der Spielzeit
07/08 groß auftrumpfte: Nestroy Preis 2008 für
die beste Ausstattung, u. a. Einladung zum young Directors
Project der Salzburger Festspiele 2009 und dem Radikal Jung
Festival München 2008. Peter Handkes Die Stunde da wir
nichts voneinander wußten in einer Bearbeitung von Viktor
Bodó war 2009 für den Nestroy Preis in der Kategorie
Beste Regie nominiert.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Viktor Bodó
Bühnenbild: Pascal Raich
Kostüme: Andrea Kovacs
Licht: Tamas Banyai
Musik: Klaus von Heydenaber
Dramaturgie: Anna Veress, Andreas Karlaganis
Liliom: Jan Thümer
Julie: Kata Petö
Marie: Sophie Hottinger
Frau Muskat: Steffi Krautz
Ficsur: Sebastian Reiß
Frau Hollunder: Gerti Pall
Der junge Hollunder: Martina Stilp
Wolf Beifeld: Thomas Frank
Der Polizeikonzipist: Franz Xaver Zach
Der Schutzmann: Claudius Körber
Luise: Katharina Klar, Andrea Wenzl
Klavier: Klaus von Heydenaber
Geige: Nitzan Bartana, Jaha LEE
Akkordeon: Kristof Darvas, Martin Krusche
Cymbal: Rozsa Farkas
Pressestimmen:
„Ferenc Molnárs "Liliom", inszeniert
von Viktor Bodó im Schauspielhaus Graz. Man müsste
glatt eine Steigerung für das Wort Gesamtkunstwerk finden.
Natürlich ist es nur hypothetisch: Aber wahrscheinlich
hätte Polgar die Grazer "Liliom"-Aufführung
ähnlich beglückt und berührt verlassen, wie
es auch ein Großteil der Premierenbesucher tat. Denn
seiner Perlenkette, reich an Glanzstücken, fügte
der Theater-Feinschmied Viktor Bodó ein weiteres Juwel
hinzu, feinst geschliffen, reich an Vielfachspiegelungen,
und trotzdem scharf und tückisch, wie es edelste Edelsteine
nur sein können. Es ist ein Theater-Glücksfall,
wie er sich nur alle paar Jahre ereignet, ein Geniestreich,
der nach einer Steigerungsform für ein alle Sinne bedienendes
Gesamtkunstwerk verlangt. Der "Liliom", er hat nun
den ihm gebührenden Platz gefunden. Weil dieses Werk
einen Meister der Zauberformeln fand, der es mit Essenzen
von Tschechow, Ibsen und Strindberg anreichert, ohne Mundraub
zu begehen, und der seinen Tunichtimmergut in die Nähe
von Büchners Woyzeck rückt. Grandios das Bühnenbild
(Pascal Raich) […] virtuos die Lichtregie (Tamás
Bányai), ohne Schwachstelle das Ensemble. Dass auf
der Gefühlsskala mit der Situationskomik am einen, dem
Gewissensfrost am anderen Ende jede Nuance getroffen wird,
ist aber vor allem Verdienst von Kata Petö als Julia.
Man sieht's, man spürt's, man fasst es kaum. Auf ihr
ruht der Segen künstlerischer Selbstverständlichkeit,
so hell, düster, fragil wie dieser Abend. Frenetischer
Beifall.“
(Werner Krause, Kleine Zeitung, 14. März 2010)
„Das Spiel vom
gewalttätigen Praterstrizzi und dem Dienstmädchen,
"Liliom" von Franz Molnar, inszeniert Regisseur
Viktor Bodo am Grazer Schauspielhaus dynamisch und mitunter
fast kabarettistisch, tieftraurig und resignativ, garniert
mit dutzenden Anspielungen aus Jahrzehnten von Bühne
und Film.“
(Peter Kolb, APA, 13. März 2010)
„Seinen Ausnahmestatus
als Regisseur hat Viktor Bodó auch mit seiner jüngsten
Produktion für das Schauspielhaus Graz bestätigt.
Mit Ferenc Molnárs ‚Liliom’ setzt er sein
Publikum einem rasanten Wechselbad der Gefühle aus. Von
grotesk bis tragisch reicht das Spektrum, das ein großartig
aufspielendes Ensemble ausfüllt.
Hier wird zwischen Groteske und tiefer Tragik, derbem Witz
und zerbrechlicher Zartheit mit atemberaubender Schnelligkeit
hin- und hergesprungen. Eine faszinierende Studie menschlicher
Stärken und vor allem Schwächen. Einmal mehr schafft
es der junge ungarische Regisseur sein Ensemble zu einer Einheit
zu verschmelzen und bei jedem einzelnen unglaubliche Freude
am Spiel an den Tag zu fördern. So erobert Jan Thümer
Liliom mit unglaublicher Kraft und Präsenz. Haltung und
stille Größe verkörpert Kata Petö als
Julie. Ihr gelingen berührende Momente am laufenden Band.
Steffi Krautz, Sebastian Reiß, Sophie Hottinger, Thomas
Frank, Gerti Pall, Martina Stilp, Franz Xaver Zach, Claudius
Körber und Andrea Wenzl, sie alle machen auch aus kleinen
Rollen große Kunst. Ein packender Abend, der mit entsprechend
heftigem Applaus bedacht wurde.“
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 14. März 2010)
„Der ungarische
Regisseur Viktor Bodó präsentiert einen großen,
vielseitigen, trotzigen Liliom, der sich nicht anbiedert,
nicht sympathisch sein will - und es freilich ist. Jan Thümer
setzt ihn mit großer Sensibilität um und verzichtet
auf den halbseidenen Schablonen-Praterstrizzi. Und Bodó
lässt in einer berauschend flotten Inszenierung trotzdem
jedem Zeit, nach Herzenslust zu spielen.
Dabei werden vielsagende und wunderschöne Bilder (Bühne:
Pascal Raich) in ihrer Abfolge zur anregenden Achterbahnfahrt.
Dass der Abend auch voller Komik ist, dafür sorgen Julies
naive Freundin Marie (Sophie Hottinger), deren nervöser
Bräutigam Wolf (Thomas Frank) und Steffi Krautz als schamlose
Karussellbesitzerin Frau Muskat.“
(Colette M. Schmidt, Der Standard, 15. März 2010)
„Viktor Bodó
beschert Wechselbäder im Stil der Szenen und weiß
doch schlüssig zu tarieren. Das denkbar Überdrehte
beruhigt er im Handumdrehen und zeigt wie unter einem Vergrößerungsglas
die Nervenstränge seiner Figuren. Das ist echtes "Volkstheater",
wie Molnár und der kongeniale Alfred Polgar als Übersetzer
es sich wohl gewünscht haben.“
(Reinhard Kriechbaum, Nachtkritik, 13. März 2010)
„Diesseits, Jenseits
und zurück – Viktor Bodós fulminante Inszenierung
von Molnárs ‚Liliom’. Auch in Graz hat
es in der Regie von Viktor Bodó jetzt wieder großen
Erfolg. Dem Regisseur gelingen nicht nur erstaunliche Szenen
wie Lilioms explosive Himmelfahrt, sonder auch tief ergreifende
wie Julie Totenklage, Lilioms Rückkehr und Tante Hollunder
brummelnde Obsorge. Genial: Klaus von Heydenabers Bühnenmusik!
Ein Stück zum Staunen und Denken: heiß empfohlen!“
(Dolf Stockhausen, Woche, 17. März 2010)
„Viktor Bodó
hat mit diesem „Liliom“ sine bisher beste Arbeit
in Graz abgeliefert und dabei in den Schauspielern eine mitreißende
Spielfreude geweckt. Die Ungarin Kata Petö mit ihrer
einen ganzen Theaterabend lang durchgehalten, schönen
Eigensinnigkeit wird zum Zentrum der Aufführung. Und
der Titelheld Jan Thümer demonstriert mit Charme und
Verzweiflung, dass einer, der von so vielen Frauen geliebt
wird, nicht ganz schlecht sein kann. Die Bühne selbst
gibt der balladenhaften, zwischen Realität und Märchen
pendelnden Geschichte Molnárs eine effektvolle Entwicklung.
Erst streiten sich nur auf einer Bank vor dem Vorhang die
Frauen um Liliom, was einer großartigen Steffi Krautz
als Karusellbesitzerin Frau Muskat die Gelegenheit zu einer
furiosen Schimpforgie mit Eigen- und Fremdparodien bietet.
Darauf folgt ein gediegenes Interieur häuslichen Elends,
in dem der von Frau Muskat entlassene Liliom und die mittlerweile
schwangere Juli hausen. Bemerkenswert, wie Bodó es
schafft, alle Nebenrollen bruchlos in seine Konzeption einzufügen.
Viktor Bodós mitreißende, metaphysische K.u.K.-Herrlichkeit
… derzeit beste Aufführung.“
(Willi Hengstler, Korso, April 2010)
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verbrennungen
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Mi,
27. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:40 |
von Wajdi
Mouawad
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:40
Nawal: „Die
Zeit ist wie ein verrücktes Huhn. Sie läuft ohne
Kopf herum.“
Die Zwillinge Jeanne
und Simon erfahren beim Notar den letzten Willen ihrer verstorbenen
Mutter Nawal. Nackt will sie beerdigt werden, mit dem Gesicht
zum Boden. Kein Sarg, kein Leichentuch, kein Stein, keine
Inschrift. So steht es im Testament. Weiter hinterlässt
sie ihren Kindern zwei Briefe: Einen für Jeanne, aber
die soll ihn nicht lesen, sondern ihrem totgeglaubten Vater
geben. Einen für Simon, aber der soll ihn nicht lesen,
sondern seinem Bruder geben, von dem er bisher nichts wusste.
Damit beginnt die Spurensuche im verschollenen Leben der Mutter,
die sich zwischen einer westlichen Großstadt und einer
vom Bürgerkrieg erschütterten Dorfgemeinschaft im
Nahen Osten erstreckt. Sie erscheint wie eine Reise in die
tiefste Vergangenheit – und findet doch im Hier und
Heute des 21. Jahrhunderts statt.
Als 14-Jährige verliebt
sich Nawal in ihrem Heimatdorf in den Flüchtlingsjungen
Wahab und wird schwanger. Nawals Mutter ist unerbittlich:
Das Kind wird ausgetragen, dann kommt es weg – in ein
entferntes Waisenhaus. Auch Wahab muss das Dorf verlassen.
Nawal ist verzweifelt, kann sich aber nicht wehren –
als Frau ohne Bildung hat sie nicht die geringste Chance,
sich gegen die strengen Regeln der Dorfgemeinschaft durchzusetzen.
Ihre Großmutter rät ihr, lesen und schreiben zu
lernen. Nawal geht fort, um zu lernen, und wird nur noch ein
einziges Mal ins Dorf zurückkehren, um ihr Versprechen
einzulösen: den Grabstein ihrer Großmutter mit
deren Namen zu versehen. Als sie das Dorf wieder verlässt,
um ihren Sohn zu suchen, schließt sich ihr Sawda an,
ein Mädchen aus dem angrenzenden Flüchtlingslager.
Die beiden Frauen verbringen viele Jahre gemeinsam mit der
Suche nach Nawals Sohn. Sie bewegen sich durch ein vom Bürgerkrieg
erschüttertes Land, das im Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt
gefangen ist. Sie leisten Widerstand gegen die verbrecherische
Militärregierung.
Jeanne und Simon nähern
sich Stück für Stück dem sorgfältig gehüteten
Geheimnis ihrer Mutter Nawal, das sie dazu zwingt, die eigene
Identität zu hinterfragen. Wajdi Mouawad erzählt
eine vielschichtige Tragödie mit nahezu antiker Wucht.
Er verwebt die gegensätzlichen Realitäten des krisengeschüttelten
Nahen Ostens und des sicheren Westens, zeigt individuelle
Lebensgeschichten wie auch den kollektiven Kollaps des Krieges.
Sein Stück ist ein als Krimi getarntes Puzzlespiel, das
letztlich die Komplexität einer widersprüchlichen
Gegenwart aufzeigt.
Besetzung:
Regie: Anna Badora
Bühnenbild: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Uta Meenen
Musik: Gerd Bessler
Licht: Gerhard Fischer
Dramaturgie: Regula Schröter
Nawal: Andrea Wenzl
Nawal, Nazira: Steffi Krautz
Sawda: Verena Lercher
Simon: Florian Köhler
Jeanne: Pauline Knof
Hermile Lebel, Fremdenführer: Dominik Warta
Antoine, Hausmeister, Chamseddine: Götz Argus
Nihad, Wahab, Soldat: Gustav Koenigs
Abdessamad, Malak: Otto David
Ralph, Arzt, Soldat, Fotograf: Sebastian Reiß
Elhame, Mutter, Dorfgemeinschaft: Ensemble
Pressestimmen:
„Ein rares Theater-Glanzstück, reich an realen
Wunden. Viel zu traurig und wahr, um bloß schön
zu sein. Vor allem aber ist der zerbombte Klotz (genial hingewuchtet
von Raimund Orfeo Voigt) ein sich langsam drehendes Mahnmal
des Wahnsinns, ein moralischer Schutthaufen zwischen Okzident
und Orient. ‚Die Kindheit ist ein Messer in der Kehle’,
heißt es kryptisch in dem Vermächtnis. Es wird
der Leitsatz einer Odyssee, die beide ‚Erben’
nur widerwillig antreten. Sie führt sie nicht nur zurück
in eine immer düster werdende, verdrängte Vergangenheit
und durch ein Dickicht des Schweigens, sie konfrontiert sie
mit der Schädelstätte des kollektiven Grauens, des
Terrors, der Folter. Hausherrin Anna Badora führt in
ihrer bisher eindrucksvollsten Grazer Inszenierung weitaus
mehr als nur Regie. Sie zeiht das Publikum mit fest entschlossener
Hand in ein Inferno, fokussiert zur Familiengeschichte, stellvertretend
für eine Völkertragödie. Fast filmisch dargeboten
werden Dutzende Episoden und Einzelszenen, Rückblenden,
Zeit- und Ortssprünge, immer dichter greift das Geschehen,
das auch als Krimi oder Psychothriller firmieren könnte,
ineinander. Zur Mitte des Gespensterreigens treibt eine gewaltige
Explosion den letzten Staub aus dem Schnürboden. Aber
von realer Wucht ist das, was sich unter dem Druck dieser
nicht zu sprengenden Umklammerung formt und als verzweifelte,
filigrane Poesie ans Licht geschleudert wird. Man mag es Wahrheit
nennen. Größten Respekt verdient das gesamte Ensemble,
das ständig in neue Rollen schlüpft. Florian Köhler
ist als Zwillingssohn ein anfangs grobschlächtiger Kerl,
der sich als Amateurboxer durch ein verpfuschtes Leben schlagen
will, Pauline Knof versucht als dessen Schwester, sich die
Welt mit den Mitteln der Mathematik zu erklären, muss
aber erkennen, das selbst die Rechnung ‚2+2’ manchmal
nur 3 ergibt, Andrea Wenzl und Steffi Krautz ergänzen
sich in der Rolle der Mutter berührend und kongenial,
Dominik Warta zeigt als Notar und Fremdenführer seine
große charakterliche Wandlungsfähigkeit, Verena
Lercher ist eine Widerstandskämpferin, der das Aufbegehren
im Blut steckt.
In jedem Fall ist das Schauspielhaus um ein Ereignis reiher,
dem mit dem Prädikat ‚Unbedingt sehenswert’
zumindest halbwegs genüge getan wird.“
(Werner Krause, Kleine Zeitung, 12. April 2010)
„Der libanesische
Autor Wajdi Mouawad hat mit seinem Stück ‚Verbrennungen’
(aus dem Jahr 2003) ein wortgewaltiges Argument gegen Krieg
und Folter geschrieben. Für das Schauspielhaus Graz wurde
die unfassbare Tragödie einer Mutter von Hausherrin Anna
Badora in Szene gesetzt. Die Geschichte von Nawal, die alle
Schattenseiten des Krieges erlebt, und ihrer Kinder, die sich
nach Nawals Tod selbst auf die Suche nach der Wahrheit machen
müssen, ist grausam, erschütternd und tief berührend.
Dass dem Ensemble dieses Stück ein Anliegen ist, spürt
man. Andrea Wenzl als Nawal ist kraftvoll und anrührend
wie selten zuvor, Steffi Krautz als ältere Version legt
sogar noch eine unbeugsame Stärke drauf. In den Rollen
der Kinder überzeugen Pauline Knof, die sich als Jeanne
entschlossen der furchtbaren Aufgabe stellt, und Florian Köhler
als ihr aufbrausender Zwillingsbruder Simon, der lange braucht,
um sein Schicksal anzunehmen. Otto David und Götz Argus
sorgen für intensive Momente. Auch Dominik Warta behauptet
sich in seinen Rollen, darf sogar für etwas Komik im
düsteren Spiel sorgend. Ebenso stark: Verena Lercher
und Sebastian Reiß.“
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 12. April 2010)
„Mit Wajdi Mouawads
Bürgerkriegsdrama ‚Verbrennungen’ glückt
Intendantin Anna Badoa am Schauspielhaus Graz eine stimmige
Regiearbeit: eine familiäre Spurensuche zwischen Kanada
und Nahem Osten. Mit Spannung und sprachlicher Sensibilität
nimmt er die Zuseher derart gefangen, dass diese zu Tränen
gerührt sind. Dabei erzählt sein Stück nicht
nur ,dass die Narben der Tortur nie vergehen. Es ist zudem
die Geschichte starker Frauen, die Regisseurin Anna Badora
auch als solche mit ihrem guten Ensemble inszeniert. Pauline
Knof als Jeanne, Verena Lercher als Nawals Gefährtin
Sawda und Steffi Krautz in einer Doppelrolle als ältere
Nawal und deren Großmutter überzeugen durch die
Bank. Am Ende bleibt Hoffnung, dass die ausgebrannten Wunden
mit der Folgegeneration heilen können – und langer
Applaus.“
(Dorian Waller, Der Standard, 12. April 2010)
„Ein Drama rund
um Krieg, Verletzungen und Familie brachte das Schauspielhaus
Graz mit Wajdi Mouawads Drama ‚Verbrennungen’
auf die Bühne. Im Libanon angesiedelt, entwickelt sich
das Stück wie eine griechische Tragödie, um zuletzt
mehr Abgründe aufzuzeigen, als man sich zunächst
auch nur annähernd vorstellen könnte. Bei der Premiere,
die vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, überzeugten
die Darsteller. Das ausgezeichnete agierende Ensemble schlüpft
gekonnt in verschiedene Rollen.“
(Karin Zehetleitner, APA, 11. April 2010)
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Thomas Bernhard, Siegfried
Unseld: der
briefwechsel |
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So,
31. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30 |
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Das Burgtheater
zu Gast
Lesung mit Peter Simonischek und Gert Voss
THOMAS BERNHARD, SIEGFRIED UNSELD: DER BRIEFWECHSEL
In den etwa 500 Briefen
zwischen Thomas Bernhard und seinem Verleger Siegfried Unseld
entwickelt sich ein einzigartiges Zwei-Personen-Schauspiel:
Mal ist es eine Tragödie, wenn etwa Bernhard die aus seinen
Werken bekannten Schimpftiraden auf den Verleger loslässt,
der seinerseits auf die Überzeugungskraft des Arguments
setzt. Dann gibt Bernhard ein Kammerspiel mit Unseld als Held:
1973 schreibt er ihm: „Mit größter Aufmerksamkeit,
mit allen Möglichkeiten, gehe ich gern mit Ihnen.“
1984 agieren beide, bei der Beschlagnahme von Holzfällen,
als Kämpfer für die Literatur in einem von Dritten
inszenierten Schurkenstück. Es dominiert das Beziehungsdrama:
Der Autor stellt die für sein Werk und seine Person unabdingbaren
Forderungen. Der Verleger seinerseits weiß, dass gerade
bei Bernhard rücksichtslose Selbstbezogenheit notwendige
Voraussetzung der Produktivität ist.
Solch einen dramatischen Briefwechsel zwischen Autor und Verleger,
in dem bei jeder Zeile alles auf dem Spiel steht, kennt das
Publikum bislang nicht.
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denn
alle lust will ewigkeit
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Ein
Liederabend von Franz
Wittenbrink
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:05
Grazer Fassung
Schauspielhaus Graz,
Pressemitteilung vom 17. Mai 2010
Premierenverschiebung DENN ALLE LUST WILL EWIGKEIT
Auf Grund eines schweren
Krankheitsfalls im Ensemble muss die für Samstag, den
22. Mai angesetzte Premiere des Wittenbrink Liederabends DENN
ALLE LUST WILL EWIGKEIT verschoben werden!
Der neue Premierentermin ist Samstag, der 29. Mai, 19.30 Uhr,
Hauptbühne im Schauspielhaus.
Alle bereits gekauften
Karten sowie die Abonnementkarten behalten ihre Gültigkeit
für die neuen Termine.
Ebenfalls einen
neuen Termin gibt es für alle Freitag-Abonnenten der
Produktion DENN ALLE LUST WILL EWIGKEIT:
Auf Grund der Endproben HAMLET und der in diesem Rahmen stattfindenden
Voraufführung am 12. Juni muss das Freitag-Abonnement
vom 11. Juni auf den 18. Juni verschoben werden.
Nach dem fulminanten
Erfolg seiner ersten Grazer Inszenierung Nix wie weg!, bei
der er Punks und Touristen, Einheimische und Ausländer
singend um einen Würstelstand auf der Bühne des
Schauspielhauses versammelte, geht die Arbeit mit Franz Wittenbrink
weiter. Jedoch mit einem Schauspieler-Lieder-Abend der ganz
anderen Art. Gleich bleibt allein das Kompositionsprinzip:
eine Geschichte zu erzählen nur durch Lieder, Figuren
entstehen zu lassen nur durch Musik.
Drei Frauen, in der Blüte ihrer Jugend, sind einer merkwürdigen
Lust verfallen: Sie haben sich in den Tod verliebt und streben
singend nach Ewigkeit. Sie feiern den Tod als sinnenfrohes
Fest – mit Liedern von Pergolesi und Purcell, Schumann,
Brahms und Bach, mit Songs von Meredith Monk, den Beatles,
Nina Hagen oder Kate Bush. Sie singen die großen Dichter:
Eichendorff, Heine, Shakespeare und selbstverständlich
Nietzsche. Denn alle Lust will Ewigkeit.
Mit diesem Liederabend hat Franz Wittenbrink bei den Salzburger
Festspielen, am Hamburger Schauspielhaus, den Münchner
Kammerspielen und dem schauspielhannover große Erfolge
gefeiert. Aus dem zündenden Zusammenprall von abgründigem
Sentiment und leichtfertigem Witz, von Parodie und Travestie,
von großer Arie und verrutschtem Opern-Klischee entsteht
ein Abend von hoher musikalischer Perfektion. Für die
Grazer Schauspielerinnen richtet Wittenbrink den Abend neu
ein.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Franz Wittenbrink
Bühnenbild: Jörg Kiefel
Kostüme: Tanja Kramberger
Dramaturgie: Regina Guhl
mit: Jaschka Lämmert, Verena Lercher, Susanne Weber,
Anne Weber
Alte Frau: Steffi Krautz
Feuerwehrmann: Gustav Koenigs
Klavier: Theocharis Feslikidis
Violoncello: Maria Serafin
Pressestimmen:
„Wieder feierte Franz Wittenbrink mit einem seiner speziellen
Liederabende einen großen Erfolg. Mit seinem Liederabend
‚Denn alle Lust will Ewigkeit’, in dem seine Figuren
wieder ihre Gedanken und Gefühle nur in und mit ihren
Liedern erzählen, hat Wittenbrink bereits seit Salzburg
1999 große Erfolge gefeiert. ‚Fabelhaft, intelligent,
witzig, rührend’ sind nur einige Attribute der
Kritik. Nun ist das Spectaculum auch im Schauspielhaus Graz
zu haben, sehr zur Freude des Ovationen spendenden Publikums.
Großen Anteil an der großartigen Show hatten Theocharis
Feslikidis am Flügel und Maria Serafin am Cello. Grandios
etwa ihre Elektrogitarrenimitationen. Auch die drei Hauptdarstellerinnen
bieten musikalisch und darstellerisch Erstaunliches. Herrlich
schräg ihre mehrstimmigen Barockensembles, und wenn sie
losrocken, steppt der Bär! Jaschka Lämmerts laszive
Rauchigkeit, das alles und mehr bleibt im Gedächtnis.
Verena Lercher spielte bravourös. Ein köstliches
Vergnügen.“
(Dolf Stockhausen, Woche, 9. Juni 2010)
„Theocharis Feslikidis
(Klavier) und Maria Serafin (Cello) spielen ganz ausgezeichnet.
Das Publikum wird bestens unterhalten und bedankt sich dafür
mit der Forderung nach Zugaben.“
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 31. Mai 2010)
„Der Regisseur
röntg mit seinen ungewöhnlichen Liederabenden stets
tiefgehend die Gesellschaft. So auch 2008 mit ‚Nix wie
weg!’ in Graz mit Träumen von privaten Paradiesen.
‚Ein Theaterstück nur mit Musik. Geht das? Und
wie!’, urteilten wir damals. Wie Großstadthexen
spielen und singen Jaschka Lämmert, Verena Lercher und
Anne Weber nun das Lied vom Tod. Nicht nur von Morricone,
aus dem Jenseits-Wurlitzer auch von Lennon, Weill, Rühm
u. v. a. Ein heißes Nina-Hagen-Cover (Lercher) und Carole
Kings ‚Natural Woman’ im Trio werden zu Hits im
Song Contest: zwölf Punkte!“
(Michael Tschida, Kleine Zeitung, 31. Mai 2010)
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hamlet
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So,
17. Oktober 2010
18:00 bis ca. 21:00
Di, 19. Oktober 2010
19:30 bis ca. 22:30
Mi, 20. Oktober 2010
19:30 bis ca. 22:30
Fr, 29. Oktober 2010
19:30 bis ca. 22:30
Mi, 03. November 2010
19:30 bis ca. 22:30
Sa, 13. November 2010
19:30 bis ca. 22:30
Do, 18. November 2010
19:30 bis ca. 22:30
So, 19. Dezember 2010
15:00 bis ca. 18:00 |
von
William Shakespeare
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 22:30
Deutsch von Marius von Mayenburg
Hamlet, Königssohn
und künftiger Herrscher, soll Blutrache nehmen für
den Mord an seinem Vater; dies befiehlt ihm dessen übermächtiger
Geist. Der Vater war Soldat, ein Kämpfer, ein Mann der
Tat. Hamlet, der aufgeklärte Student und Intellektuelle,
zweifelt und verzweifelt zunehmend an der eigenen Unfähigkeit
zur Tat. Hamlet weiß, dass er zu intelligent ist für
einen blinden Racheakt und zu abhängig, um ihn zu verweigern.
Zu verletzt von der Mutter, um eine Liebesbeziehung zu Ophelia
einzugehen, und zu verzweifelt, um diese zu retten. Um ihn herum
gruppiert Shakespeare eine Generation spätadoleszenter
junger Männer: Hedonisten wie Hamlets Studienkollegen Rosenkranz
und Güldenstern; Draufgänger wie Laertes, der Sohn
eines opportunistischen Staatsbeamten; zurückgelehnte Beobachter,
die sich in gar nichts einmischen, wie Hamlets Freund Horatio.
Hamlet weicht aus in Maskeraden,
bis er nicht mehr weiß, in welche Verkleidung er sich
noch retten soll, und sich schließlich doch in den Kampf
wirft – gegen einen würdigeren, weil soldatischen
Königssohn, der nicht denkt, sondern kämpft und damit
alle Zweifel überflüssig macht. Der Rest ist Krieg.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Theu Boermans
Bühnenbild: Bernhard Hammer
Kostüme: Marion Münch
Licht: Gerhard Fischer
Musik: Helmut Neugebauer
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Claudius: Stefan Suske
Gertrud: Birgit Stöger
Hamlet: Claudius Körber
Polonius: Franz Xaver Zach
Ophelia: Claire Sobottke
Laertes: Rahul Chakraborty
Horatio: Leon Ullrich
Rosenkranz und Güldenstern: Alexander Knaipp, Gustav Koenigs
Osrik: Tomaš Klimann
Fortinbras: Martin Papst
Geisterdoubles/Boten: Ben- Daniel Keller, Philipp Prem, Gerhard
Raudner, Jann Siefken
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Großes Theaterfest
im Schauspielhaus Graz - Spielzeitstart
2010/2011
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Am 18. September
von 16 Uhr bis Mitternacht
Großes Eröffnungsfest
im Schauspielhaus – mit dem gesamten Ensemble,
vielen Freunden und spannenden Gästen. Auf allen Bühnen,
in den Foyers
und rund ums Schauspielhaus und einer Doppelausgabe der PREVIEW
10/11,
der Spielzeitshow!
Ab 16 Uhr für Groß
und Klein: Schminken, Spielen, Quizzen mit Maskenbildnern
und SCHAUSPIEL AKTIV!, Showkämpfen, Kochen, Grillen mit
Kunst und
Technik, Requisitenversteigerung, Tanztee im Foyer,
Balluch & Balladen, legendäre Songs der Schauspielhausband,
Piano-Striptease
mit Gerd Bessler, LET’S TALK ABOUT SEX mit Steffi Krautz
u. v. a. Kostproben aus
dem laufenden und bevorstehenden Programm der Saison 2010/2011!
17.30 und 20.30 Uhr: PREVIEW 10/11 – die Spielzeitshow.
Aufgrund der
großen Nachfrage geben wir gleich zwei Mal Einblicke in
die neuen Produktionen
– geprobtes und noch ungeprobtes präsentiert von
Steffi Krautz und Sebastian
Reiß. Im Anschluss wird im Foyer und der Café-Bar
getanzt und gefeiert!
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hexenjagd
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Do,
23. September 2010
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 25. September 2010
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 29. September 2010
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 01. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 06. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
Do, 07. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
Di, 12. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30 |
von
Arthur Miller
Schauspielhaus
19:30 bis
ca. 21:30
In Salem regiert die Angst:
Nachdem einige Mädchen beim Nackt-Tanz im Wald erwischt
wurden, bricht in der engstirnig-puritanischen Gemeinde ein
Hexen-Wahn aus. Er wird zum Tod von unzähligen Mitbürgern
führen, befördert durch eine tendenziöse Justizbehörde.
Um sich selbst vor Strafe zu schützen, kontrollieren die
Mädchen mit aggressiver Taktik die systematische Liquidierung
der Bevölkerung – unterstützt durch Zivilisten,
die Religion als Waffe missbrauchen. Im Zentrum der Anklage
stehen der Bauer John Proctor und dessen Gattin Elisabeth, die
dieser Welle unkontrollierbarer Irrationalität machtlos
gegenüberstehen.
Der große amerikanische Denker und Moralist Arthur Miller
zeigt in seinem wichtigsten Stück in welcher Geschwindigkeit
die Zivilisation durch Eigennutz, unhinterfragte Dogmen und
verfehlte Erziehung aus den Fugen gerät – damals
wie heute.
Anna Badora, Spezialistin
für klassische und moderne Tragödien der Weltliteratur,
eröffnet mit diesem großen Ensemblestück die
fünfte Spielzeit ihrer Intendanz am Schauspielhaus und
setzt nach Verbrennungen ihre Beschäftigung mit modernen
Tragödien fort.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Anna Badora
Bühnenbild: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Andrea Kovacs
Musik: Gerd Bessler
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Reverend Samuel Parris: Sebastian Reiß
Tituba: Mercy Dorcas Otieno
Abigail Williams: Pia Luise Händler
Ann Putnam: Seraphine Rastl
Thomas Putnam: Thomas Frank
Mary Warren: Katharina Klar
John Proctor: Jan Thümer
Rebecca Nurse: Gerti Pall
Giles Corey: Otto David
Reverend John Hale: Florian Köhler
Elisabeth Proctor: Steffi Krautz
Ezekiel Cheever: Matthias Ohner
Danforth (Stellv. des Gouverneurs): Stefan Suske
Betty Parris: Ingrid Adler, Meret Engelhardt, Sarah Zaharanski,
Violetta Zupancic
Susanna Wallcott: Ingrid Adler, Meret Engelhardt, Sarah Zaharanski,
Violetta Zupancic
Mercy Lewis: Ingrid Adler, Meret Engelhardt, Sarah Zaharanski,
Violetta Zupancic
Mädchen: Hanna Elena Herler, Noa Schmidt |
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freiheit in krähwinkel
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| Sa,
23. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
Do, 28. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 30. Oktober 2010
19:30 bis ca. 21:30
So, 31. Oktober 2010
15:00 bis ca. 17:00
Di, 09. November 2010
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 10. November 2010
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 19. November 2010
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 24. November 2010
19:30 bis ca. 21:30 |
von
Johann Nepomuk Nestroy
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Die Krähwinkler
wollen auch ihre Revolution haben, wenn sie schon überall
wütet. Eberhard Ultra, der neue Redakteur bei der Krähwinkler
Zeitung, kommt ihnen da gerade recht. Der junge Revoluzzer soll
die großstädtischen Umwälzungs-Gedanken ins
Herz des Spießertums tragen. Nestroys Revolutionsposse,
verfasst inmitten der 48er-Unruhen, ist nicht nur satirisches
Meisterwerk voller komödiantischer Höhepunkte und
Paraderollen, sondern nimmt die künftige reaktionäre
Entwicklung bereits vorweg. Im Dorf reüssiert die Kleingeisterei,
der Revolutionsrecke Ultra gefällt sich lieber in aufbegehrerischen
Posen, als gesellschaftliche Umbrüche durchzusetzen. Seine
Aufmerksamkeit richtet sich auf ein kurzfristiges Liebesgeplänkel
mit der adeligen Frau von Frankenfrey, nebst daran hängender
Karriere … Die Revolution droht, im Provinzialismus zu
ersticken, und hinterlässt das Feld den Fortschrittsfeindlichen
und Gedankenscheuen. Richten müssen es zum Schluss wie
immer die Frauen. Sie steigen auf die Barrikaden und zwingen
den Bürgermeister in die Knie.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Christina Rast
Bühne und Kostüme: Franziska Rast
Dramaturgie: Andreas Karlaganis
Reakzerl Edler von Zopfen, geh. Stadtsekretär: Gerhard
Balluch
Frau von Frankenfrey, eine reiche Witwe: Birgit Stöger
Sigmund Siegl: Gustav Koenigs
Willibald Wachs: Claudius Körber
Klaus, Ratsdiener: Franz Xaver Zach
Emerenzia, dessen Gattin: Thomas Frank
Walpurgia, dessen Tochter: Katharina Klar
Bürgermeister von Krähwinkel: Franz Solar
Franz, Kellner: Thomas Frank
Chor der Krähwinkler: Otto David, Gerti Pall |
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der meister und
margarita
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| So,
12. Dezember 2010
18:00 bis ca. 20:00
Mi, 15. Dezember 2010
19:30 bis ca. 21:30
Do, 16. Dezember 2010
19:30 bis ca. 21:30
Di, 21. Dezember 2010
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 22. Dezember 2010
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 07. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 08. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung um jeweils 19:00
im Salon, 1. Rang |
nach
dem Roman von Michail
Bulgakow
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Der Teufel erscheint
leibhaftig im Moskau der dreißiger Jahre und stellt es,
tatkräftig unterstützt von seinen Zauberlehrlingen,
nach allen Regeln der schwarzen Kunst auf den Kopf. Er foppt,
blamiert und schädigt alle, bis auf zwei Gerechte: den
Meister, Autor eines unveröffentlichten Romans, der zu
Beginn der Geschichte in der Irrenanstalt einquartiert ist,
und Margarita, dessen ehemalige Geliebte. Zentrum des Geschehens
ist das Haus Sadowaja 302b, Wohnung 50, deren Bewohner und Nachbarn
der Reihe nach auf mehr oder weniger einfallsreiche Weise verschwinden.
Es kommt zu unheimlichen Todesfällen und mysteriösen
Verhaftungen. Offizielle Stellen versuchen, diese Verwirrungen
des Teufels meist rational zu erklären. Der gesamte Staat
scheint von schäbigen Betrügern und Spekulanten bevölkert,
und die unheimlich effizienten Vertreter der Bürokratie
tragen das ihre dazu bei, das Land in eine riesige Groteske
zu verwandeln. Der Teufel selbst versucht, einen eingefleischten
Atheisten von der Existenz Gottes zu überzeugen, und zitiert
aus dem Roman des Meisters dessen realistische Schilderung der
letzten Tage Jesu: Er wird wegen staatsfeindlicher Äußerungen
von einem schwer depressiven Pilatus wider Willen hingerichtet.
Der Jünger Levi Matthäus versteht Jesus? Worte falsch,
schreibt sie falsch nieder und erfindet die Auferstehung –
als bewusste Fälschung. Alle Fragen des ewigen Wechselspiels
zwischen Gut und Böse, Gewalt und Humanität werden
auf den Kopf gestellt. Am Ende laufen alle Geschichten und Episoden,
Satiren und Schelmenstreiche wieder zusammen – bei dem
Meister und Margarita. Sie lässt sich von einem Teufelsgehilfen
für ein Fest in der verhexten Wohnung Nr. 50 anwerben,
wird durch Flugsalbe zur Hexe und darf zum Lohn noch einmal
mit dem Meister zusammenkommen.
Bulgakows Roman zählt
zu den Meisterwerken der russischen Literatur. Sein fabulöser
Reichtum ist Material für den Theatererfinder Viktor Bodó
in seiner fünften Produktion am Schauspielhaus –
mit den Schauspielern der Szputnyik Shipping Company und dem
Grazer Ensemble.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Viktor Bodó
Dramaturgie: Anna Veress, Regula Schröter |
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judith
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Do, 13. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Di, 18. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 19. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 26. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Do, 27. Januar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 04. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 05. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung jeweils um 19:00
im Salon, 1. Rang |
von
Friedrich Hebbel
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Hebbels dramatischer
Erstling führt zwei maßlose Figuren gegen- und zueinander.
Holofernes, der assyrische Feldherr, belagert die Stadt Betulia
und gräbt den Einwohnern das Wasser ab, weil sie sich ihm
nicht freiwillig unterwerfen. Als das Volk kurz vor dem Verdursten
ist, sucht Judith, eine junge Witwe, Holofernes auf, verführt
ihn und enthauptet den Schlafenden mit seinem eigenen Schwert.
Bei ihrer Heimkehr lobt die Priesterschaft den Gott, „der
dich geführt hat, das Haupt des Anführers unserer
Feinde zu zerschmettern“. Judiths Geschichte ist einem
apokryphen Buch des Alten Testaments entnommen, das nicht in
den jüdischen Kanon aufgenommen wurde und von Katholiken
und orthodoxen Christen, nicht aber von Protestanten, als Teil
der Bibel angesehen wird. Darin ist Judith mit Moses vergleichbar,
der das Volk Israel rettet. Als Hebbel 1839/40 im Alter von
26 Jahren seine Judith schreibt, gehen die Rechnungen mit Gott
bereits nicht mehr auf. Die Geschichte, wie er sie erzählt,
ist voll widersprüchlicher Gotteszeichen. Judith kann nur
mehr flehen, dass Gott ihr Auftraggeber sein möge. Das
Volk, der dritte große Protagonist, dient zur nachträglichen
Legitimation einer egoistischen Tat. Nach außen ist Judith
die todesmutige Gotteskriegerin – im Innern spürt
sie, dass ihr „reiner" Auftrag von Stolz und Leidenschaft
durchsetzt ist: dem Genuss an der Herausforderung, dem Stolz,
es den feigen Männern zu zeigen, und der körperlichen
Begierde.
Der deutsche Dramatiker und Lyriker
Christian Friedrich Hebbel, 1813 im norddeutschen Wesselburen
geboren, war ein unsteter und oft völlig mittelloser Wanderer
zwischen den europäischen Städten und ihren Geistesgrößen:
Paris, Straßburg, Lyon, Avignon, Rom, Neapel, Triest,
Graz und schließlich Wien. Dort heiratete er 1846 die
Burgschauspielerin Christine Enghaus. Die Ehe verschaffte ihm
finanzielle Sicherheit, so dass er sich ausschließlich
seiner literarischen Produktion widmen konnte. In Wien entstanden,
bis zu seinem Tod 1863, u. a. Agnes Bernauer, Gyges und sein
Ring 22 sowie Die Nibelungen. |
|
peer gynt
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| Fr,
11. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 16. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Do, 17. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 19. Februar 2011
19:30 bis ca. 21:30
So, 27. Februar 2011
15:00 bis ca. 17:00
Di, 01. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 02. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 11. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung um 19:00 Uhr
im Salon, 1. Rang |
von
Henrik Ibsen
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Peer Gynt ist ein
Lügner, ein Phantast, ein Geschichtenerfinder. Er belügt
seine Mutter, verführt die Frauen und weiß, kein
Geld zu verdienen. Er ist ein Prahler, den die Menschen nicht
mögen. So verlässt er das triste bäuerliche Nest,
in das er geboren wurde, um herauszufinden, wer er ist. Der
Weg um die Welt ist eine Reise durch die Kontinente und die
Zeiten, in der stets Enttäuschung über die Hoffnung
obsiegt. Er begegnet Trollen und Dämonen, handelt mit Sklaven
und wird zum reichen Mann. Affen greifen ihn an und treiben
ihn in die Wüste. Enttäuscht und verarmt landet er
in Kairo in einem Irrenhaus. Dort krönen ihn die Insassen
zum Kaiser der Selbstsucht. Als alter Mann, nach durchwanderten
Jahren, während derer er unzählige Identitäten
angenommen und abgestreift hat, begreift er spät: Wie eine
Zwiebel besteht sein Leben aus nichts als lauter Schalen, ohne
Kern. Nichts als Episoden, die vergangen sind, ohne einen Charakter
hinterlassen zu haben. Solveig, die er liebt, mit der er aber
keine Zeit verbrachte, tröstet ihn am Sterbelager: „Schlaf,
schlaf und träume.“
Besetzung:
Regie: Ingo Berk
Bühnenbild: Damian Hitz |
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fröhliche
geister (Blithe Spirit)
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| Fr,
25. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 30. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Do, 31. März 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 02. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 06. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Di, 12. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 29. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung um 19:00
im Salon, 1. Rang
|
von
Noël Coward
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Charles Condomine,
ein Schriftsteller, lebt in zweiter Ehe mit seiner Frau Ruth
auf einem Landgut und führt ein beschauliches Leben. Für
seinen nächsten Roman plant er, zum Thema Parapsychologie
zu schreiben. So lädt er die befreundeten Bradmans und
die alte, schrullige Madame Arcati ein, die eine Geisterbeschwörung
abhalten soll. Das alles natürlich nur zu Recherchezwecken
fürs neue Buch – den Humbug glaubt er nicht. Doch
dann legt sich Arcati ins Zeug: Wände wackeln, Tische klappern,
das Medium fällt in Trance und plötzlich steht Elvira
da, Charles’ verstorbene erste Ehefrau, die jedoch nur
er sehen und hören kann. Charles, aufs Äußerste
irritiert, beginnt mit dem Geist zu streiten und wird von seiner
Umgebung für verrückt erklärt. Es beginnt eine
aberwitzige Ménage à trois. Die tote Gattin ist
eifersüchtig auf die Lebende. Sie plant, ihren Ex-Mann
ins Jenseits, also zu sich, zu befördern – und erwischt
stattdessen die lebende Ruth, die nun nach ihrem Ableben Elvira
nicht nur sehen und hören, sondern auch angreifen kann.
Fröhliche Geister,
1941 am Londoner West End uraufgeführt, ist ein Evergreen
der Zimmerschlacht-Ehepaar-Verwechslungskomödien. Berühmt
ist sie wegen ihres brillanten Sprachwitzes und Pointenreichtums
– ein Meistwerk der britischen Screwball-Comedy. |
|
enron
(ÖE)
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| Fr,
15. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 20. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Do, 21. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 27. April 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 07. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Di, 10. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 20. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung um 19:00 Uhr
im Salon, 1. Rang |
von
Lucy Prebble
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Einer der berühmtesten
Skandale in der Finanzgeschichte wird zum Theater-Ereignis.
Enron, der Energieriese in Texas, verkaufte nicht nur Erdgas,
sondern handelte Energie an der Börse, machte fiktive Milliardengewinne
durch Bilanzfälschungen mithilfe exotischer Offshore-Firmen,
bezeichnete sich in Veröffentlichungen gern als „Die
großartigste Firma der Welt“ und wurde von den Medien
lange Zeit als höchst innovatives Unternehmen ausgezeichnet.
Enron beschäftigte etwa 22.000 Mitarbeiter und brach im
Jahr 2001, als die Blase der überbewerteten finanztechnischen
Luftgebilde platzte, vollständig zusammen. Dies alles war
möglich durch Gesetzeslücken, die klug genutzt wurden,
und durch politische Protektion seitens der Regierungen von
Bush senior und später George W. Bush, in deren Amtszeiten
zahllose Kongressabgeordnete und Senatoren auf der Gehaltsliste
des Unternehmens standen.
Mit ihrem ambitionierten
Stück, das am Londoner West End zum Hit der Saison avancierte
und im April 2010 am Broadway herauskam, ist der jungen britischen
Autorin Lucy Prebble ein echter Wurf gelungen: Dokumentation
trifft auf Reality-Show, surreale Szenen wechseln mit ekstatischen
Trader-Choreographien. Die Originalpersonen treten auf: Jack
Skilling, Enrons Kopf, Top-Manager und übelster Schurke
in einer Person, Firmenchef Kenneth Lay, der vor allem die Augen
verschließt, Andy Fastow, der besessene Finanzjongleur.
Und natürlich die heißen Männer auf dem Börsenparkett,
die an einem Tag mal eben ein Jahresgehalt verspekulieren und
die nur eines im Sinn haben: ganz viel schnelles Geld. Prebble
zeigt das Doppelgesicht des Kapitalismus: seine überbordende
Energie und seine Selbstüberschätzung.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Cornelia Crombholz |
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blind date
(UA)
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| Sa,
14. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 18. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Do, 19. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Mi, 25. Mai 2011
19:30 bis ca. 21:30
Di, 07. Juni 2011
19:30 bis ca. 21:30
Fr, 17. Juni 2011
19:30 bis ca. 21:30
Sa, 18. Juni 2011
19:30 bis ca. 21:30
Einführung um 19:00 Uhr
im Salon, 1. Rang |
nach
dem Film von Theo
van Gogh
Schauspielhaus
19:30 bis ca. 21:30
Pom und Katja sind
ein Paar, das bei einem Autounfall ihre Tochter verloren hat.
Katja saß am Steuer, während Pom, der von Beruf Komiker
ist, sie zum Lachen gebracht hat. Um über dieses Trauma
hinwegzukommen und ihrer zerrütteten Beziehung eine neue
Perspektive zu verschaffen, starten sie einen unorthodoxen Versuch:
Via Zeitungsannonce verabreden sie sich als Unbekannte in einer
Bar, mit vorgegebenen Charakteren. Der erste Versuch scheitert
bereits nach wenigen Minuten. Doch versuchen sie immer wieder,
eine Vielzahl von möglichen Begegnungen in neuen, gemeinsamen
Welten zu erschaffen. Statt die Vergangenheit jedoch abzustreifen
und eine neue Gemeinsamkeit zu behaupten, liefern sie sich zunehmend
ein Duell der Gefühle und geraten in ein Netz von Demütigung
und Gegnerschaft.
Der Filmemacher und Publizist
Theo van Gogh galt zeitlebens als Enfant terrible der niederländischen
Kulturszene. Seine Arbeiten provozierten mit extremen Äußerungen
und kontroversen Standpunkten zu gesellschaftlichen Problemen.
Wie schon in Das Interview handelt es sich auch in Blind Date
um ein psychologisches Kammerspiel, in welchem die Komplexität
der Beziehung zwischen Mann und Frau spielerisch und lakonisch
offengelegt wird. 2004 wurde van Gogh in Amsterdam von einem
islamistischen Fanatiker ermordet.
Das Schauspielhaus Graz
und das Romantik Parkhotel Graz bieten Ihnen ein EXCLUSIVES
PREMIERENSPECIAL an. Weitere Informationen finden Sie HIER!
Besetzung:
Regie: Bernadette Sonnenbichler |
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